Arset-Fjord März 2003

An meiner Norwegen-Sucht ist eigentlich mein Chef Thomas schuld. Er fährt schon seit Jahren nach Norwegen zum Angeln und schwärmte mir sehr oft vor, wie schön es da oben ist. 2003 war auch schon eine neue Tour geplant und ich hatte die Chance mit zu kommen. Ich zögerte nicht lange und sagte zu. Geplant war eine Fahrt zum Arset-Fjord in Mittel-Norwegen. Diese traten dann wir auch nach viel Planung, Ausrüstungskauf und Fiebern im März an. Thomas, Dieter,Johann, Ralf und ich fuhren also hoch nach Kiel und nahmen dort die Fähre nach Oslo. Nach einer schönen Überfahrt, kamen wir morgens dann auch gut in Oslo an. Die morgentliche Fahrt durch den Oslo-Fjord hats mir sehr angetan. Es war ein sehr guter erster Eindruck von Norwegen. Der Rest der Reise war aber sehr anstrengend. Ca. 800 km hoch in den Norden. Das ganze in nem Opel Frontera hinten eingequetscht zwischen Ralf und Dieter. Hat sich ganz schön hin gezogen die Fahrt. Spät am Abend kamen wir an unserem Haus an und packten unseren Kram aus dem Anhänger. Trotz der Müdigkeit fingen alle noch an, ihre Angelruten fertig zu machen und Vorfächer zu knoten :-) Am nächsten Morgen wies uns dann Arne, der Besitzer des Hauses, in das recht kleine Aluboot ein und kurz darauf saßen wir mitten auf dem Arset-Fjord und ließen unsere Montagen ins Wasser. So richtig viel ist am ersten Tag aber nicht passiert. Wir fingen vereinzelt ein paar kleinere Dorsche, aber sonst ging nix an den Hacken. Das Wetter war auch ziemlich mies, und so hoch im Norden war es im März auch noch ziemlich kalt. Etwas entäuscht zogen wir uns in unser Haus zurück und machten uns einen schönen Abend. Leider verliefen die folgenden Tage nicht viel besser. Mistwetter und wenig Fisch. Teilweise auch sehr rauhe See. Wir versuchten so gut es ging, mit dem Echolot markante Stellen zu befischen und testeten verschieden Montagen auf verschiedenen Tiefen aus. Aber leider ohne viel Erfolg. Ich hatte einen recht guten Dorsch von ca. 70 cm aus 100 Metern Tiefe gelandet. Das war aber auch der einzige Fisch in der Größe. Arne erklärte uns mit Händen und Füßen, dass die Sprotten noch nicht in die Fjords gezogen sind und deswegen der Dorsch auch noch nicht da wäre. Schade. Wir sind trotzdem jeden Tag raus gefahren und haben unser Glück probiert. An einem Nachmittag, als sich die Sonne für ne Stunde gezeigt hat, haben wir dann auch noch einen Schwarm kleinere Dorsche gefunden und ein paar davon fangen können. Arne hat sogar 3 mal für uns Netze gelegt. Das hat uns ganz gut geholfen unsere Fischkisten doch noch zu füllen. Nach 7 (für mich trotzdem schönen) Tagen gings dann wieder zurück nach Oslo. Die Rückfahrt war nicht weniger anstrengend als die Hinfahrt und ich freute mich auf die Fähre, die uns schließlich sicher zurück nach Kiel brachte.

Alles in allem war es aber doch eine schöne Erfahrung und ich bin ja auch seit dem jedes Jahr in Norwegen gewesen. Thomas und ich sind uns im Nachhinein ziemlich sicher, dass es einfach zu früh war und wir auch falsch geangelt haben. Wir fischten überwiegend mit großen Pilkern und Oktopussen als Beifänger. Mit leichterem Gerät und Makrelen-Fliegen wär es vieleicht besser gewesen. Aber sowas läßt sich im Nachhinein immer leicht sagen :-)

Für mich stand fest: Ich komme wieder.