Farsund Mai 2004

Nachdem ich nach dem ersten Norwegen-Tripp nun total infiziert war, stand für mich fest: Ich muss wieder hin. Nachdem schlechten Start im Norden im Arset-Fjord, war dieses Jahr die Fahrt nach Farsund in Süd-Norwegen geplant. Diesmal war die Truppe auch größer. Thomas, Dieter, Ralf, Hendrik, Klaus, Johann, Georg, Bernhard ( mein Vater ) und ich machten uns im Mai 2004 auf den Weg in die schöne Welt der Fjorde. Diesmal nahmen wir die Colorline Fähre von Hirtshals nach Kristiansand. Also hieß es erstmal: Hoch nach Nord-Dänemark. Dort angekommen waren es nur noch knapp 7 Stunden Fährüberfahrt und ca 2 Stunden Autofahrt nach Farsund. Die Autofahrt durch den Süden Norwegens war sehr schön und ich konnte mich kaum an der schönen Landschaft satt sehen. In Farsund bezogen wir dann unsere 2 Apartements direkt am Wasser. Die Wohnungen waren sehr schön eingerichtet und die 2 Boote (Dieselschnecken mit Kajüte) waren auch sehr schön. Wir teilten die Mannschaften auf die 2 Boote auf und ich wurde zum Käptain von unseren Boot auserwählt. Den ersten Tag versuchten wir direkt im Fjord unseren Fisch zu fangen. Das war eher eine schlechte Idee, weil der Zugang zum offenen Meer nur sehr seicht war, und deswegen wenig Fisch im Fjord zu finden ist. Am Abend erhielten wir ein paar gute Tipps von unseren Nachbarn und fuhren die darauf folgenden Tage raus aufs offene Meer. Wir sollte nach den großen Kuttern Ausschau halten und in deren Nähe unser Glück versuchen. Das hat auch sehr gut geklappt. Tag für Tag brachten wir mehr Köhler nach Hause und das Fischen machte großen Spaß. Wenn man einen guten Schwarm ausgemacht hatte, war es fast unmöglich den Pilker bis zum Grund zu bekommen. Die Fische waren zwar keine Riesen, aber mit Makrelen-Vorfächern auf leichtem Gerät machte es sehr viel Spaß bis zu 6 Seelachse gleichzeitig zu drillen. Ab und zu ließ sich ein schöner Dorsch und auch sehr gute Pollacks blicken. Der größte gefangene Fisch war ein Pollack, den mein Vater gefangen hat. Ein noch größerer Dorsch konnte von Thomas bis nach oben gedrillen werden, hat aber beim Gaffen den Weg in die Freiheit zurück gefunden. Die letzen Tage fingen wir so viel Fisch, das wir nach 4 Stunden Angeln wieder reinfahren mussten, um ihn 6 Stunden zu filetieren. Das war harte Arbeit. Wir versuchten unser Glück auch ab und zu auf Leng und Lumb. Das hat aber nicht sehr gut geklappt und so fischten wir unsere Kisten mit Seelachs voll.

Insgesamt war es eine herrliche Tour. Das Wetter war fast immer sonnig und es war auch angenehm warm. Die Truppe hat auch sehr gut gepasst und jeder hat seine Aufgabe im Team erledigt. Die Stadt Farsund hat mir auch sehr gut gefallen. Was gefehlt hat war der große Fisch, auf den ich gehofft hab. Aber es war ja nicht die letze Tour......