Hitra Juni 2009

Auch im Jahr 2009 ging es wieder mal ins Land der Trolle und Fjorde. Mittlerweile ist es schon fast Tradition einmal im Jahr nach Norwegen zu fahren und auch dieses Jahr hat es geklappt. Nur war die Truppe dieses Jahr mal etwas anders als in den letzten Jahren. Da mein Vater die Reise geplant hatte, kamen diesmal viele Verwandte mit. Die Truppe bestand aus: Bernhard (mein Vater), André und Johann (2 Kumpel von mir), Arthur, Willi und Heinrich ( 3 Onkel von mir), Viktor (der Schwiegersohn von Heinrich), Andreas ( Cousin von mir) und meiner einer. Zusammen mieteten wir uns einen Opel Muvano und machten uns auf den Weg richtung Fisch. Die erste Etappe ging nach Koppenhagen, um dort die Fähre nach Oslo zu nehmen. Nach der Fährüberfahrt und einer weiteren ca. 10 Stündigen Fahrt kamen wir am nächsten Tag an unserem Ziel an: Die Insel Hitra in der Nähe von Trondheim. Wir hatten uns dort 2 Wohnungen und 3 Boote in einem Angel-Camp gemietet. Die Betreuerin Elke hatte schon auf uns gewartet und wir erledigten schnell alle Formalitäten und ließen uns in die Boote einweisen. Es waren 3 sogenannte Küstenjeeps mit 25 PS. Klein aber fein. Der Proviant war schnell verstaut und jeder war fleißig damit beschäftigt seine Angelruten fertig zu machen. Da wir 6 "Frischlinge" dabei hatten, die noch nie in Norwegen angeln waren fuhren wir auch noch in der ersten Nacht kurz raus um Johann, der ein Boot fahren sollte, ein bisschen Boot und Echolot zu erklären. Es gingen sogar ein paar Köhler an den Hacken. Am nächsten Morgen ging es dann früh mit ansetzender Flut raus auf den Fjord. Andrè und ich ,die Fahrer von den anderen Booten, versuchten auf der Seekarte markante Stellen zu finden und fuhren diese an. Leider waren wir mit Kunstködern nicht sehr erfolgreich und wir fingen nur vereinzelt Lengs, Dorsche und Pollacks. Köhler konnte man fast überall fangen, aber auch nur kleine. So fischten wir die ersten 3 Tage nicht sehr erfolgreich, obwohl wir täglich 2 mal raus fuhren und es kam ein bisschen Frust auf. Wir fragten also Klaus,den Mann von Elke, wie und wo wir am besten fischen sollten. Er sagte uns, dass er nur mit Naturködern auf Grund angeln würde. Auf Kunstköder würden die Fische nicht sehr gut beißen. Um uns die besten Stellen zu zeigen, kam er auch am gleichen Abend noch mit raus auf unserem Boot und zeigte uns die besten Stellen. An diesem Abend fing mein Vater prompt einen 1,18 m Dorsch, der größte Fisch des Urlaubs. Die darauf folgenden Tage liefen dann immer gleich ab. Morgens in die Herings-Bucht und Köder fangen. Dann an die Stellen fahren, die Klaus uns gezeigt hatte, um dort zwischen 120 und 60 Metern auf Grund zu Angeln. Das klappte sehr gut und wir fingen gute Lengs, Dorsche, kleine Heilbutts und ne Menge Wittlinge. Willi und mir gingen sogar 2 große Köhler auf die Grundmontage. Willis Köhler war 1,14 m lang. Am letzten Abend wollte ich unbedingt noch mal unter der Brücke angeln, weil die Flut dort stark um die Pfeiler strömt und dort das Wasser auf wirbelt. Es machte dort unglaublich viel Spaß mit leichter 40 gr Spinnrute und nem kleinen Blinker zu fischen. Die kleinen Köhler machten schon Spaß an der leichten Rute und an diesem Abend fing ich auch damit einen 90er Dorsch. Der hat am meisten Spaß gemacht im ganzen Urlaub :-) Papa fing einen 90er Lumb in 30 Metern tiefe, was auch sehr ungewöhnlich ist. Am letzten Morgen fuhren wir noch ein letztes Mal raus. Ich hatte mir eigentlich fest vorgenommen endlich mal meinen metrigen Fisch zu fangen, aber bis dahin hat es nicht geklappt. Der letzte Fisch, den ich dann fing, war ein Schwarzhai mit genau 1,00 m. Ich hatte zwar an nen Dorsch gedacht, aber das war auch gut :-) Am nächsten Morgen um 6 Uhr ging es dann auch schon wieder Richtung Oslo zur Fähre und der Urlaub war schon wieder vorbei. Auch dieses Jahr war es wieder super schön. Es war eine tolle Truppe und wir hatten unglaubliches Glück mit dem Wetter, ausser einem Regenabend, und gut gefangen. Diesmal konnte ich auch endlich meinen Adler fotografieren. Auch das Angel-Camp war super ausgerüstet und die Betreuer waren sehr nett. Die Wohnungen und Boote waren auch spitze und somit war es ein rundum gelungener Urlaub. Hitra ist auf jeden Fall eine Reise wert.